PowerAuszeit - Thema des Monats                                            

 

Wie verändert sich unser Körper in der Schwangerschaft?

 

 

Hormonell bedingt erleben wir oft gerade am Anfang der Schwangerschaft ein Auf und Ab der Gefühle, fast wie eine Achterbahnfahrt.

Aber auch unser Körper verändert sich aufgrund der Schwangerschaftshormone wie Östrogene, Relaxin und Progesteron, um nur ein paar zu nennen. Die Hormone fungieren als körpereigener Informationsdienst. Sie werden z.B. im Gehirn gebildet, über das Blut ausgeschüttet und gelangen dann als Information zu den Rezeptoren (Nervenfasern).

 

In der Schwangerschaft verändert sich unser Herzkreislaufsystem, hier erfolgt die größte Umstellung, denn die Gebärmutter und der Mutterkuchen werden über das Blut mit versorgt, sodass mehr Blut jetzt benötigt wird und das Herz dadurch schwerer arbeiten muss.

Die Leistungsfähigkeit im Bereich der Ausdauer kann dadurch gerade am Ende der Schwangerschaft rapide abnehmen. Es kann auch vermehrt zu Wassereinlagerungen kommen, was zu Ödemen (Schwellungen) führen kann. Entgegenwirken kann man dem, indem man sich regelmäßig bewegt und somit das Wasser im Körper verteilt wird.

Eine weitere Veränderung kann sich im Stoffwechsel zeigen, unser Darm arbeitet dann langsamer und Verstopfung, Magenverstimmung und Sodbrennen können die Folge sein.

Unser Bindegewebe wird weicher und verliert an Spannkraft, was sich dann als Schwangerschaftsstreifen gerade im Bereich des Bauches, der Brust, der Hüften oder der Oberschenkel zeigen kann.

Ab der 20. Schwangerschaftswoche wird die gerade Bauchmuskulatur leicht nach außen geschoben, damit der Bauch nach vorne hin Platz hat, dies nennt man Rectus-Diastase. Zusätzlich verlieren die Muskeln, Bänder und Sehnen an Spannung und Kraft, was das Schwangerschaftshormon Relaxin verursacht.

Gewichtszunahme ist eine weitere mögliche Veränderung und für viele Frauen eine negative Begleiterscheinung der Schwangerschaft. Allerdings verteilt sich das zusätzliche Gewicht auf das Fruchtwasser, die Plazenta, die Gebärmutter, das Baby und die Wassereinlagerungen. Also nicht nur das eigene Gewicht trägt dazu bei. Eine Zunahme von 5 – 18 kg ist aber völlig normal.

 

Das klingt jetzt alles so negativ und vielleicht auch ein bisschen abschreckend, aber nicht immer tritt auch alles von dem ein und wir können auch etwas dafür tun: durch regelmäßige Bewegung, was das „A“ und „O“ ist, kann man den Begleiterscheinungen der Schwangerschaft gut entgegenwirken.

Ein moderates Ausdauertraining verbessert das Herz-/Kreislaufsystem, leichtes Krafttraining stärkt die Muskulatur und viel Bewegung an der frischen Luft unterstützt unser Immunsystem.